12.2 Problem: Urheberrecht? (DEU)

Noch nie war es einfacher, Inhalte anderer zu kopieren, zu teilen oder verändern und als eigenes Werk zu verkaufen. Das Herunterladen von Musik, die Verwendung von gegoogelten Bildern für Webseiten, Newsletter oder Flyer – schnell wird vergessen, dass ein Mensch und dessen kreative Leistung hinter diesen Inhalten steckt. Dass diese Menschen ein Recht darauf haben ihr geistiges Eigentum zu schützen klingt logisch, doch im digitalen Zeitalter glauben viele, dass die Informationsfreiheit auch eine Verwendung- und Verwertungsfreiheit von medialen Inhalten bedeutet.

Seit dem großen Medienrummel um den File-Sharing-Dienst Napster Anfang 200071 dürfte es klar geworden sein, dass das Teilen von Musik und Filmen verboten ist. Doch, dass das Teilen eines Bildes auf Facebook oder Pinterest Folgen mit sich ziehen kann – das dürfte den wenigsten bekannt sein:

“Das Anpinnen der Bilder ist eine Urheberrechtsverletzung, wenn der Fotograf dieser Nutzung nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Stellt man solche Bilder auf Pinterest, in sein Blog oder ein anderes soziales Netzwerk, macht man sie ‘öffentlich zugänglich’. Kann der Rechteinhaber herausfinden, wer da sein Bild illegal nutzt – etwa, weil man unter richtigen Namen auftritt – kann er eine Rechnung schicken oder gleich einen Anwalt beauftragen.”

Urheberrecht ist nicht gleich Urheberrecht. Denn in den USA sind die Regelungen wesentlich lockerer als im kontinentaleuropäischem Raum. Dort heißt es auch “Copyright”, also “the right to copy” solange die UrheberInnen auch als solches deutlich erkennbar sind (ein Einverständnis ist nicht notwendig). Kollaborativ entstandene Werke, wie beispielsweise Wikipedia Einträge, stellen eine neue Herausforderung für Urheberrecht dar. Inzwischen genügt es Wikipedia als Quelle anzugeben, denn Personen die an solchen Artikeln mitarbeiten tun dies in der Regel weniger aus eigennützigen Zwecken:

“In der Wikipedia […] ist gerade an Artikeln zu populären oder kontroversen Themen mitunter eine große Anzahl von Autoren beteiligt. Artikelverschmelzungen und -aufspaltungen, Übersetzungen aus anderssprachigen Wikipedia-Versionen sowie anonyme Textspenden aus unklaren Quellen sind an der Tagesordnung. Der komplexe Entstehungsprozess vieler Artikel lässt sich oft nur mühsam rekonstruieren.”

Eine kritische Stellungnahme zum Thema Urheberrecht: www.spreeblick.com

Creative Commons

Creative Commons (CC) ist nach eigenen Angaben auf der Website “eine Non-Profit- Organisation, die in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet.” Die 2001 gegründete Organisation bietet Standard-Lizenzverträge an, mit denen Nutzungsrechte für eigene Werke im Internet vergeben werden können. Die Lizenzen sind für beliebige Werke, die unter das Urheberrecht fallen (z.B. Bilder, Texte, Musik, Videos) anwendbar. Durch diese Lizenzen können Inhalte legal verbreitet und genutzt werden, ohne dafür zahlen zu müssen. Häufig wissen NutzerInnen nicht ob und wie sie Inhalte aus dem Internet verwenden dürfen. Die Creative Commons Lizenzen sollen diese Unsicherheiten aufheben, und ohne Fachsprache erklären, was mit diesen Inhalten gemachten werden darf.

 

TIPP: Bei Google kann man in der erweiterten Bildsuche nach Nutzungsrechten filtern

 

Nützliche Links

creativecommons.org

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