12.1 Problem: Datenschutz? (DEU)

Die Website pleaserobme.com hat es sich zur Aufgabe gemacht, augenzwinkernd InternetnutzerInnen über leichtsinniges Verhalten im Internet aufzuklären. Nach Eingabe eines Twitter Usernames fasst Please Rob Me die auf Twitter gemeldeten Aufenthaltsorte zusammen, und liefert somit ein Bild davon welche Informationen potenziellen RäuberInnen öffentlich zugänglich sind.

Ein interessantes Video zum Thema Datenschutz: Video Youtube

Die Problematik mit Datenschutz im Internet ist, dass sie mit der Forderung nach Informationsfreiheit im Konflikt steht. Informationsfreiheit fordert mehr Transparenz und genau davor warnen wiederum DatenschützerInnen, dass InternetnutzerInnen zu gläsernen Menschen werden. Das Social Web, vor allem Facebook, bietet deswegen regelmäßig Brennstoff für Debatten zum Thema Datenschutz. Aus den geposteten Beiträgen können Informationen über Aufenthaltsorte, Hobbys, Kaufverhalten und das soziale Umfeld entnommen werden. Diese Informationen gehören zu der Privatsphäre eines Menschen, welches es zu schützen gilt. Cyberstalking, Identitätsdiebstahl und Rufschädigung sind Probleme die im Zusammenhang mit fehlendem Bewusstsein im Internet Auftreten. Durch öffentliche Informationen können ausführliche Persönlichkeitsprofile erstellt werden. Vielen NutzerInnen ist auch oft nicht klar, dass sie in den Kontoeinstellungen ihrer Online-Profile auch die Datenschutzeinstellungen ändern können. Die Voreinstellung ist manchmal nicht im Interesse der NutzerInnen und sollte deswegen gleich geändert und regelmäßig überprüft werden.

Ein weiteres Problem in sozialen Netzwerken ist, dass zur Anmeldung eine Datenschutzerklärung eingegangen wird. Diese Erklärung gibt dem Online-Dienst zumeist sehr weitgehende Nutzungsrechte an allen Inhalten, die von den BenutzerInnen hochgeladen werden (Bilder, Filme, Statusmeldungen usw.). Auch wenn das Konto gelöscht wird, werden die Inhalte nicht mitgelöscht. Umstritten ist auch das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, die 6-Monatige Speicherung von personenbezogenen Daten “auf Vorrat” (ohne Grund oder Verdacht). Mit den gespeicherten Informationen kann das Kommunikationsverhalten einzelner Personen genaustens analysiert werden, welches eine Einschränkung der Anonymität im Internet bedeutet. Das deutsche Bundesverfassungsgericht erklärte das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung im März 2010 für nichtig. Doch eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2004 sieht vor, dass die im Interesse der Verbrechensbekämpfung Mitgliedstaaten der EU Gesetze erlassen müssen, nach denen Verbindungsdaten durch Telekommunikationsanbieter mindestens sechs Monate lang gespeichert werden müssen. Innerhalb der EU gibt es allerdings große Unterschiede: Zwischen sechs Monaten und zwei Jahren werden die Daten aufgehoben.

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