4.1 Facebook: Freunde finden? (DEU)

Kaum acht Jahre (2004) ist es her seit Mark Zuckerberg das soziale Netzwerk “Facebook” ins Leben gerufen hat. Zunächst war die Nutzung des Netzwerkes auf Studierende der Harvard University beschränkt, doch dies weitete sich schnell auf andere Universitäten aus. Heute ist es laut Alexa.com die meistbesuchte Webseite der Welt nach Google, im Januar 2012 verzeichnete Facebook 845 Millionen aktive NutzerInnen. Das Motto von Facebook lautet: „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ Das soziale Netzwerk wird aber nicht nur von Privatpersonen genutzt um soziale Kontakte zu pflegen, zahlreiche Unternehmen und Organisationen haben das Potenzial von Facebook erkannt um den direkten Kontakt und Dialog zu ihren Zielgruppen herzustellen.

Facebook-Beispiele aus der Politik:

Selbst die mächtigste Frau der Welt, Angela Merkel, ist bei Facebook. Obwohl (oder vielleicht weil) sie ihr Profil nicht persönlich führt, wirkt es sehr professionell. Von Angela Merkel wird dabei regelmäßig in der dritten Person gesprochen, sodass kein falscher Eindruck von Authentizität entsteht. Aber auch in Österreich zeigen Politikerinnen auf dem sozialen Netzwerk ihre Präsenz, wie hier zu sehen, die Facebook-Seite von Eva Glawischnig (Bundessprecherin und Klubobfrau der Partei “Die Grünen”). Für Italien sind die Profile von Debora SerracchianiRita BorsellinoLetizia MorattiNichi VendolaMatteo RenziAngelino Alfano,  Daniela Santanchè. Mittlerweile wird Facebook auch für Gemeinderatswahlen als Informationsquelle und als Wahl-Werbemittel aktiv eingesetzt, wie das aktuelle Bespiel von der freien Liste in Rasen-Antholz anlässlich der Bürgermeister- bzw. Gemeinderatswahlen zeigt.

Die Facebook Chronik

Im Dezember 2011 wurde die Facebook-“Timeline” (deutsch: “Chronik”) aktiviert. Facebook bietet den NutzerInnen die Möglichkeit mit dieser Funktion die eigene “Lebensgeschichte” über das Profil erzählen zu können. Sogenannte “Lebensereignisse” können der Chronik hinzugefügt werden, diese reichen vom beruflichen Werdegang bis hin zu Knochenbrüchen. Die Umstellung ist teils auf heftige Kritik gestoßen, denn vor allem VerbraucherInnen- und DatenschützerInnen sehen die Chronik als einen weiteren Schritt in Richtung “gläserner Mensch”.

Privatsphäre-Einstellungen nutzen!

Facebook ist in den letzten Jahren unter anderem wegen der Unübersichtlichkeit der Privatsphäre-Einstellungen in die Kritik geraten. So hat vor allem das Thema Datenschutz die Schlagzeilen der negativen Berichterstattung über Facebook dominiert. Kontrollieren Sie Ihre Konto- und Privatsphäre- Einstellungen und Ihr öffentliches Profil regelmäßig, um zu vermeiden, dass sie nicht unwissentlich Informationen weitergeben, die sie eigentlich privat halten möchten.

Kontakte sortieren!

Facebook bietet sich als ideale Plattform zur Vernetzung für Kontakte jeglicher Art. “Ich will nicht, dass alle sehen, was ich am Wochenende mache”, mag eine Kritik sein zur Verwendung von Facebook zur Vernetzung, allerdings gibt es dafür einfache Lösungen: es müssen nicht alle Details der persönlichen Lebens geteilt werden und Kontakte können in unterschiedliche Listen einsortiert werden, je nach Bekanntschaftsgrad. Sie können für die einzelnen Listen bestimmen wie viel diese Kontakte von Ihrem Profil sehen können. Facebook bietet standardmäßig vier Kontaktlisten an, in denen neue und bestehende Kontakte sortiert werden können.

Abonnement!

Wenn Sie allerdings Ihr Profil öffentlich führen möchten, ist die neue “Abonnement”-Funktion interessant. Diese erinnert sehr stark an das Follower-Prinzip von Twitter. Die “Abonnement”-Funktion erlaubt es NutzerInnen den Meldungen von Personen zu folgen, ohne mit ihnen befreundet zu sein. Hierfür müssen Sie in den Kontoeinstellungen unter Abonnements auf zulassen klicken. Abonnenten sehen ausschließlich Meldungen bei denen Sie die Einstellung “öffentlich” gewählt haben. Nachdem Sie Abonnements zugelassen haben, erscheint ein neues Fenster. Hier können Sie die Einstellungen für Kommentare, Benachrichtigungen und Freundschaftsanfragen konfigurieren.

Vernetzung!

Wichtig für die Karriere ist auch die Integration von Social Media auf der eigenen Webseite. Ob mit einem Like Button oder nur ein kleines Facebook-Logo um auf die Seite weiterzuleiten. Es darf nicht fehlen. Weitere Tipps dazu finden Sie unter diesem Link.

Sehenswert! Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag mit Tipps, wie man Facebook-”FreundInnen” am effektivsten los wird findet sich im lesenswerten Facebook-Blog von Thomas Hutter.

10 Dos und Don’ts! 

  1. Laden Sie ein echtes Bild hoch!
  2. Verbreiten Sie branchenspezifische Inhalte!
  3. Suchen Sie Ihre Freunde anhand Ihrer E-mail Adressen!
  4. Lesen Sie Nutzungsbedigungen!
  5. Benutzen Sie keine unpassenden Ausdrücke!
  6. Versenden Sie keinen SPAM!
  7. Stupsen Sie niemanden an!
  8. Markieren Sie auf Fotos nicht alle und jeden!
  9. Synchronisieren Sie nicht Ihr Twitter-Profil mit Ihrer Facebook Seite!
  10. Laden Sie niemanden wieder und wieder auf Ihre Seite ein!

(Quelle: Deckers, Lacy: Die Ich-Marke. Erfolgreiches Eigenmarketing mit Social Media, 2012)

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