6.1 Twitter: 140 Zeichen! (DEU)

Twitter ist ein sogenannter Mikro-Blogging-Dienst, es weist viele Eigenschaften eines Blogs auf, beschränkt sich allerdings auf 140 Zeichen pro Nachricht. Diese begrenzte Zeichenzahl bietet den AutorInnen den Vorteil, nur kurze prägnante Beiträge schreiben zu müssen, und für LeserInnen, nicht viel lesen zu müssen. Wie bei einem Blog werden diese Nachrichten in verkehrt-chronologischer Reihenfolge auf dem Twitter-Profil der NutzerInnen angezeigt. Twitter-Nachrichten (auch “Tweets” genannt) sind in der Regel öffentlich.

Twitter ist ein Echtzeit-Medium, Meldungen können “live” über unterschiedliche Kanäle hochgeladen und abgerufen werden(z.B. Apps, Software oder SMS). Genau darin liegt der Reiz dieser Anwendung, denn Nachrichten können zum Teil schneller verbreitet werden als im Radio oder Fernsehen. Das bekannteste Beispiel für diese unglaubliche Geschwindigkeit, war die Notlandung eines Airbus der US Airways im Hudson River. Kaum fünf Minuten nach der Landung erschien bei Twitter die Meldung: “Da ist ein Flugzeug im Hudson River. Bin auf der Fähre, die versucht, die Leute aufzusammeln. Verrückt.34”. Dieser Meldung folgte auch noch ein Photo, und bei Twitter verbreitete sich die Nachricht in sekundenschnelle. Das deutsche Nachrichten Magazin Spiegel nannte es “die Sternstunde für Twitter”.

“Twitter, dem man so oft das Potential zum Instrument des BürgerInnenjournalismus nachgesagt hat, erlebt seine Feuertaufe als echtes Nachrichtenmedium – und besteht sie zumindest in einer Hinsicht: Kein Medium ist schneller.“

Die Funktionen im Überblick

Benutzername: Wichtig bei der Twitter-Anmeldung ist ein Benutzername mit hohem Wiedererkennungswert (nicht z.B. Sonnenblume1979). Um einen seriösen und professionellen Eindruck zu machen, sollten Sie für Ihr Twitterprofil möglichst Ihren eigenen Namen und kein erfunden Pseudonym verwenden. So erhöhen Sie auch Ihre Chancen bei einer Google-Suche gleich gefunden zu werden.

Freunde finden: Nachdem Sie sich angemeldet haben, sollten Sie die Funktion “Freunde finden” nutzen. Hier können Sie Kontakte nach ihren Namen suchen, oder über das Adressbuch ihres E-Mail Kontos. Über einen sicheren Weg wird einen Zugriff auf Ihr E-Mail Konto ermöglicht, anhand des Adressbuches Kontakte zu finden die schon bei Twitter angemeldet sind. Hierfür müssen Sie erst Ihren E-Mail-Anbieter auswählen, auf “Suche Kontakte” klicken, es öffnet sich ein neues Fenster indem Sie dann Ihre Adresse und Passwort eingeben. Anschließend werden Ihnen die Kontakte angezeigt, die auch bei Twitter sind denen Sie “folgen” können, wenn Sie das möchten. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass diese Funktion zwar sehr praktisch ist, sie aber damit ihr gesamtes E-Mail-Adressbuch an Twitter ausliefern. Aus Gründen des Datenschutzes kann die Verwendung dieser Funktion nicht empfohlen werden.

Tweets: Alle Veröffentlichungen bzw. Tweets von Ihnen oder Ihren neuen Kontakten werden auf der Startseite in der sogenannten “Timeline” angezeigt. Links neben der Timeline, oder beim anklicken des blauen Symbols mit einem Rechteck und einer Feder (oben rechts) können Sie einen Tweet erstellen. 140 Zeichen (ca. wie eine SMS) ist die maximale Zeichenzahl für ein Tweet.

@ wenn Sie direkt eineN TwitternutzerIn ansprechen wollen, setzen Sie dieses Zeichen vor deren BenutzerInnennamen. Diese Nachrichten erscheinen öffentlich, für private Nachrichten ist die DM-Funktion (direct message) gedacht.

d um eine private Nachricht direkt an eine/n Twitter-BenutzerIn zu senden, setzen Sie den Buchstaben “d” am Anfang der Nachricht gefolgt von dem BenutzerInnennamen. Hinweis: Es ist nicht möglich, eine Direktnachricht an eine/n BenutzerIn zu senden, die Ihnen nicht folgt.

# (Hashtag) wird genutzt um ein Stichwort hervorzuheben (z.B. #projektdonne). Diese Hashtags werden oft am Ende einer Nachricht gesetzt um diese besser zu kategorisieren. Da Twitter allerdings auch über eine Suchfunktion verfügt, ist die Verwendung des Hashtag umstritten. Dennoch ist es empfehlenswert sie zum Beispiel als stilistisches Mittel einzusetzen.

Retweet: wenn Sie etwas in Ihrer Timeline lesen, das Sie gerne mit Ihren LeserInnen teilen möchten, können Sie die Funktion “Retweet” nutzen. Hiermit können Sie lesenswerte, interessante Beiträge weiterverbreiten mit einem Hinweis auf die ursprüngliche AutorInnen.

Wenn Sie Twitter intensiver nutzen wollen, empfiehlt es sich dafür eine Software herunterzuladen. Es gibt einige kostenlose Angebote wie beispielsweise “TweetDeck”. Mit diesem Programm können Sie alle Aktivitäten von Facebook und Twitter zusammenfügen, organisieren und filtern.

Eigenes Ranking auf Twitter ansehen:

Empfehlenswert: Top women on twitter: http://tweet.grader.com/top/women

Empfehlenswert: Eine sehr erfolgreiche deutsche Twitterin ist Anke Domscheit-Berg. Sie ist eine deutsche Unternehmerin, Lobbyisten für Open Government und bessere Chancen für weibliche Führungskräfte, und Gründerin der Website fempower.me “fempower.me unterstützt Unternehmen dabei, ihren Frauenanteil im Management zu erhöhen. Dazu bietet fempower.me u.a. Führungskräftetrainings für Managerinnen, Vorstände und Personalverantwortliche an, in denen Bausteine gläserner Decken sichtbar gemacht und Methoden zu ihrer Überwindung trainiert werden. fempower.me ist ein Beratungs- und Trainingsunternehmen, das bei zusätzlichem Bedarf und in Abhängigkeit vom Auftrag ein Netzwerk von Kooperationspartnern nutzt. Dieses Netzwerk ist noch im Aufbau – Profile der Partner werden künftig auf fempower.me zu finden sein.”

Twitter-Tipps

Auch auf Twitter haben die drei Stichwörter Offenheit, Transparenz und Autentizität einen hohen Stellenwert, denn sie sorgen für Vertrauen. Um die eigene Reputation auf Twitter aufzubauen ist es wichtig, häufig erwähnt zu werden (mit dem @-Zeichen), dass eigene Meldungen bzw. Tweets weitergeleitet werden (RT – ReTweet), und dass die Tweets favorisiert werden (mit einem Sternchen markiert werden). Doch all das ist nicht möglich ohne Interaktion mit anderen.

“Was für diewissenschaftliche Reputation das Zitat ist, sind Retweets für die Twitter Credibility.”

Lisa Fuchs hat auf dem Blog der datenwerk innovationsagentur eine interessante Checkliste erstellt, die helfen kann die Reputation von Twitter-Kolleginnen zu steigern:

1. Frauen folgen! Um deren Followerzahl zu steigern, sie in den Rankings nach oben zu befördern und durch deren Erscheinen im eigenen Newsfeed mehr Gelegenheiten haben mit diesen UserInnen in Dialog zu treten

2. Standort angeben! Um als Follower mitgezählt zu werden (siehe Punkt 1) müssen Sie auch Ihren Standort angeben.

3. Frauen retweeten! Durch ein Retweet werden die eigenen Follower auch auf diese Userin aufmerksam gemacht.

4. Frauen markieren! In Rankings wird auch häufig das Aktivitätslevel einer Userin mit einbezogen – jede @-Erwähnung zählt! Eine Erwähnung ist darüber hinaus wie eine Empfehlung.

5. Frauen empfehlen! Empfehlungen für andere Twitter-Userinnen erscheinen häufig an Freitagen unter dem Hashtag #ff . Vergessen Sie dabei nicht eine Begründung und eine @-Erwähnung in dem Tweet.

6. Listen anlegen! Mit Twitter-Listen können Sie Ihre Kontakte nach Themen- und Interessensgebieten sortieren. Das kann anderen UserInnen auch nützlich sein. Empfehlenswert ist hierzu die öffentliche Liste von Lisa Fuchs “Folgenswerte Frauen”:

Nützliche Links: 

Lisa Fuchs
Datenwerk
Leading Twitterati Woman

 

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